Q&A mit Conchita Wurst

Q&A mit Conchita Wurst

Conchita Wurst, ein talentierter Künstler und Performer, ist der Ambassador für unsere Rainbow Bottle 2022. Seit seinem Sieg beim Eurovision Song Contest inspiriert er die Menschen mit seiner Kunst und Musik. Außerdem arbeitet Conchita gemeinsam mit den Vereinten Nationen an der Free and Equal-Kampagne, die sich für die Gleichberechtigung und faire Behandlung der LGBTIQA+ Community einsetzt und unermüdliches Engagement im Kampf gegen die Diskriminierung, insbesondere der queeren Community, zeigt.

 

Wir hatten die Gelegenheit, Conchita besser kennenzulernen. Hier könnt ihr exklusiv etwas mehr über seinen Weg und seine Einblicke in die LGBTIQA+ Community erfahren: 

 

1) Warum hast du dich für die Zusammenarbeit mit waterdrop® entschieden und welche Botschaft möchtest du mit dieser Partnerschaft unterstreichen?

Beide Teile des Kampagnen-Slogans "be proud" und "Drink More Water" sind für mich absolut logisch. Stolz zu sein ist offensichtlich ein inneres Gefühl, das man nur erleben kann, wenn man wirklich mit sich selbst verbunden ist und gelernt hat, sich selbst wirklich zu lieben. Selbstliebe ist in meinen Augen auch Selfcare, von gesunder Ernährung über Meditation bis hin zu Yoga und natürlich ausreichend Wasser trinken :-) Stolz sein zu können und sich Stolz zu fühlen bedeutet also - zumindest für mich - präsent, offen und mit sich selbst verbunden zu sein.

2) Wie du uns in den letzten Jahren gelehrt hast, ist es enorm wichtig sein wahres Ich in vollen Zügen zu leben. Welchen Rat würdest du Menschen geben, die nicht die Kraft dazu finden, sich voll und ganz zu entfalten?

Vielleicht ist ein guter Ausgangspunkt, sich selbst zu fragen: Was will ich vom Leben? Wenn man das Ziel klar vor Augen hat - die Dinge, nach denen man sich sehnt, dann kann einen nichts mehr aufhalten! Auf dem Weg seine Ziele zu erreichen sollte man flexibel sein, sich bei Bedarf anpassen, geduldig sein und sich Zeit lassen. Aber verliere nie dein Ziel aus den Augen und gehe deinen eigenen Weg. 

Für mich persönlich ist mein Ziel glücklich zu sein. 

 

3) Du bist durch deine Teilnahme beim Eurovision Song Contest vor 8 Jahren weltweit bekannt geworden. Damals war das ein richtig bahnbrechender Auftritt. Was denkst du, wie sich die Wahrnehmung von queeren Künstlern und generell der queeren Community seitdem verändert hat?

Ich habe das Gefühl, dass Queerness im Mainstream angekommen ist, was eine wunderbare Sache ist. Aber bei allen Fortschritten, die wir in bestimmten Teilen der Welt zu machen scheinen, wirkt es für mir so, dass dies wirklich nur an der Oberfläche so ist. Denn 69 Länder auf unserem Planeten haben immer noch Gesetze, die Homosexualität kriminalisieren und in zehn Ländern ist die Todesstrafe für Homosexualität immer noch legal! Das ist so schockierend und inakzeptabel! In fast 70 Ländern ist es immer noch illegal, einfach so zu sein, wie man ist?!

4) Kannst du uns ein wenig mehr über den Weg erzählen, der dich zu Conchita Wurst geführt hat? Was hast du auf deiner Reise bisher gelernt?

Ich bin immer meinem Instinkt gefolgt und die Vision, die ich im Spiegel gesehen habe, war die Vision, die ich liebte. Und ich liebe sie bis heute! Mit Conchita habe ich eine Facette von mir selbst als Mensch gefunden und meine Mission, mich selbst vollständig kennen zu lernen, ist immer noch im Gange! Was ich gelernt habe, ist, dass alles ein Prozess ist, den wir annehmen und fließen lassen müssen.

 

5) Was ist eines der Probleme, mit denen die LGBTIQA+ Gemeinschaft konfrontiert ist, von denen viele Menschen vielleicht nichts wissen?

Tägliche Mikroaggressionen sind immer noch ein Problem, und zwar so sehr, dass viele Menschen sie nicht einmal erkennen, wenn sie gegen sie gerichtet sind. Und diese Aggressionen vervielfachen sich besonders dann,  wenn man eine queere Person of Colour ist. Studien zeigen, dass die am meisten gefährdeten Menschen in unserer Community nicht weiße Transfrauen sind. Dies ist ein äußerst ernstes Problem, und um es zu ändern, braucht es die Unterstützung unserer Verbündeten - und auch unserer eigenen Community! Wir müssen das einfach alle lernen und uns weiterbilden, um unsere Privilegien zu nutzen und echte Verbündete für diejenigen zu werden, die auf unsere Unterstützung angewiesen sind!

6) Wer sind deine LGBTIQA+ Vorbilder?

Alok Vmenon https://www.instagram.com/alokvmenon/

Jonathan Van Ness https://www.instagram.com/jvn/

Janelle Monaé https://www.instagram.com/janellemonae/

Barbie Breakout https://www.instagram.com/barbiebreakout/

RuPaul https://www.instagram.com/rupaulofficial/

Cher https://www.instagram.com/cher/

 

Jan Tungarat & Sergio Calabrese

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